Tag 14 und 15: Fähre nach Venedig und dann nach Hause

Früher Morgen auf der Fähre
Wir standen um 2:30 Uhr im Hotel auf, packten alles zusammen und fuhren zum Fährhafen.

Die Fähre hatte etwa eine Stunde Verspätung. Beim Ablegen begann es zu dämmern. Wir fanden einen Tisch in einem der Salons. Die Fähre war nicht sehr groß, aber recht modern. Viele Passagiere reisten mit Haustieren, und es gab sogar eine Toilette für sie.
Den Tag über bearbeitete ich Videos und Fotos und schrieb diesen Blog. In den Pausen unterhielt ich mich mit anderen Passagieren im Salon. Jose aus Frankreich saß am Nachbartisch, und wir führten mehrere Gespräche. Der Tag verging relativ schnell. Am Abend ging ich nach draußen, um den Sonnenuntergang zu beobachten.

Die Nacht auf der Fähre
Wir hatten Strandmatten dabei, die wir auf dem Boden ausbreiteten. Wir zogen unsere Motorradkleidung an, um uns in der Nacht warm zu halten, da wir keine Decken hatten. Ich schlief überraschend gut.
Am Morgen frühstückten wir im Bordrestaurant, packten anschließend unsere Sachen und begaben uns zum Parkdeck, als sich die Fähre Venedig näherte. Nach der Ankunft warteten wir fast eine Stunde, bis das Tor geöffnet wurde. Danach passierten wir schnell die Grenzkontrolle.
Der letzte Abschnitt der Reise
Nachdem wir den Hafen verlassen hatten, folgten wir den Schildern Richtung Triest. Das Wetter war sonnig, aber windig und kalt. Die Regenkleidung hatten wir bereits auf der Fähre angezogen, um uns bei diesen Bedingungen warm zu halten.


Wir entschieden uns für einen kurzen Abstecher nach Duino bei Triest und schauten uns den Ort kurz an.

Wir setzten unsere Fahrt Richtung Grenze fort und erreichten bald Slowenien beim Grenzübergang Fernetiči.

Da das Wetter gut war, wenn auch etwas kühl, schlug ich einen kurzen Abstecher über Landstraßen bei Senožeče vor, um noch einige kurvenreiche Strecken zu fahren. Boža war von dieser Idee jedoch nicht besonders begeistert, daher kehrten wir bald auf die Autobahn zurück.

Etwa 80 km vor unserem Zuhause machten wir unseren letzten Tankstopp und setzten anschließend den letzten Abschnitt unserer Reise fort.

Wir kamen am frühen Nachmittag zu Hause an. Der Kilometerzähler zeigt, dass wir während der gesamten Reise 3778 Kilometer zurückgelegt haben.
Zusammenfassung
Aufgrund des Wetters verkürzten wir unsere Reise um 6 Tage und etwa 900 Kilometer. Wir waren insgesamt 15 Tage unterwegs und besuchten erstmals einige Teile Albaniens sowie Westgriechenland, die Insel Lefkada, große Teile des Peloponnes, Athen sowie Teile Zentral- und Nordwestgriechenlands. Es war unser erster Besuch in Griechenland, und wir haben viele schöne Erinnerungen gesammelt. Griechenland im September zu besuchen ist eine gute Wahl, da die Tagestemperaturen zwischen 25 und 30 Grad Celsius liegen. Die Hitze ist aufgrund der geringen Luftfeuchtigkeit gut erträglich.
Straßen
Die Straßen sind im Allgemeinen gut, und wer kurvenreiche Strecken liebt, findet in den Bergregionen reichlich davon. Benzin ist etwa 20 % teurer als in Slowenien. Unser durchschnittlicher Verbrauch lag bei etwa 5,3 Litern pro 100 Kilometer, was ungefähr 10 € pro 100 Kilometer entspricht. Die Mautgebühren auf Autobahnen sind für Motorräder moderat. Eine Besonderheit in Griechenland ist, dass man kein Ticket bei der Auffahrt zieht und bei der Ausfahrt bezahlt, sondern es mehrere Mautstellen gibt, an denen man jeweils direkt bezahlt.
Unterkunft
Wir übernachteten hauptsächlich in privaten Apartments oder kleinen Hotels, teilweise mit Frühstück. Wir suchten gezielt nach Unterkünften mit Küche oder zumindest einer kleinen Küchenzeile, damit wir uns bei Bedarf selbst etwas zubereiten konnten.
Essen
Gelegentlich gingen wir in Restaurants essen. Ein Abendessen für zwei Personen mit Getränken kostet in der Regel zwischen 40 € und 55 €. Wir probierten traditionelle griechische Gerichte. Ich stellte fest, dass naturbelassene Ziegen- und Schafsjoghurts sehr gut sind. Orangen, die vermutlich in Griechenland am Baum gereift sind, schmeckten deutlich besser als jene, die man in slowenischen Supermärkten kaufen kann.
Menschen
Die Menschen in Griechenland sind allgemein sehr freundlich und haben einen ausgeprägten Sinn für Humor.
Griechenland ist ein relativ großes Land und außerhalb der großen Städte nicht dicht besiedelt. Die Entfernungen zwischen den Orten sind groß und die Fahrzeiten oft mehrere Stunden.
Strände
In Griechenland gibt es Kies-, Sand- und Felsstrände. Das Meer ist in der Regel kristallklar. Die Wassertemperatur lag während unserer Reise zwischen 25 und 27 Grad Celsius, was sehr angenehm war.
Kosten
Für diese Reise gaben wir etwa 2400 € aus: 32 % für Unterkünfte, 14 % für Fähren, 14 % für Besichtigungen (Eintritte oder Führungen), 13 % für Restaurantbesuche, 11 % für Kraftstoff, 7 % für Einkäufe, 3 % für Mautgebühren und den Rest für kleinere Ausgaben und Geschenke.
Es war eine großartige Reise, und wir würden einige der besuchten Orte gerne wiedersehen. Einen großen Teil Griechenlands haben wir uns für zukünftige Reisen aufgehoben – ein guter Grund, wiederzukommen :-)