Tag 1: Transit durch Kroatien

Reise südwärts durch Kroatien.
2 min Lesezeit
Reisekarte

Beginn der Reise

Der lang ersehnte Tag ist endlich gekommen. Meine Frau und ich starten zu unserer dreiwöchigen „Griechenland 2025“-Tour, die ich im Voraus sorgfältig geplant habe. Die gesamte Strecke wird etwa 4.500 km umfassen. Ich habe mehrere Motorrad-Reiseführer gelesen, um herauszufinden, was es in Griechenland zu sehen gibt und was uns erwartet. Außerdem habe ich Tagesetappen, Zwischenstopps und Übernachtungsmöglichkeiten geplant sowie eine Kostenkalkulation erstellt.

Doch der Start verlief nicht ganz reibungslos. Nachdem wir etwa anderthalb Stunden unterwegs waren, fiel mir ein, dass ich mein Handy zu Hause vergessen hatte! Ohne mein Handy konnten wir nicht weiterfahren. Also rief ich meine Schwiegermutter an – sie brachte mir das Telefon entgegen, während wir umdrehten, um sie zu treffen. Eine weitere Stunde später hatte ich mein Handy wieder, aber wir hatten bereits 200 km zurückgelegt, waren kaum eine halbe Stunde von zu Hause entfernt und hatten noch etwa 650 km bis zu unserem Tagesziel im südlichen Dalmatien vor uns.

Am Morgen war es noch etwas kühler, daher zogen wir zunächst unsere Regenkleidung an, bis es wärmer wurde. Die Straßenverhältnisse waren gut, und unseren ersten Stopp machten wir in Metlika, kurz vor der kroatischen Grenze. Dort konnten wir uns frisch machen und die Regenkleidung sowie einige zusätzliche Schichten ablegen, da es inzwischen deutlich wärmer geworden war. In Kroatien wechselte ich dann so schnell wie möglich auf die Autobahn.

Unsere Sitzmuskulatur war noch nicht an die langen Strecken gewöhnt und verlangte nach etwas mehr als zwei Stunden Fahrzeit eine Pause. Außerdem mussten wir tanken, also hielten wir an einer Raststätte nahe Zadar, um aufzutanken und uns die Beine zu vertreten.

Interessante Begegnung

Ein Mann aus Deutschland parkte seine BMW GS neben uns, und ich kam mit ihm ins Gespräch. Er erzählte, dass er sich auf einer sechswöchigen Tour befinde, bereits in Slowenien gewesen sei und nun weiter durch Dalmatien und anschließend nach Bosnien reisen werde. Ich berichtete ihm, dass wir auf dem Weg nach Griechenland seien. Er lächelte und sagte uns, dass er selbst Grieche sei und uns gerne Tipps geben könne, was sehenswert ist. Natürlich nahmen wir das Angebot sofort an, und er empfahl uns einige Orte entlang unserer geplanten Route. Dadurch musste ich meine Planung ein wenig anpassen.

Wir unterhielten uns noch eine Weile, machten ein paar Fotos und tauschten Telefonnummern aus, bevor wir schließlich jeweils unsere Reise fortsetzten.

Treffen mit einem Griechen an der Tankstelle

Der Rest der Fahrt war wunderschön, bei angenehmen Temperaturen zum Motorradfahren. Wir legten noch einige Pausen ein, um uns die Beine zu vertreten und unseren Sitzmuskeln etwas Erholung zu gönnen. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichten wir unser erstes Ziel in Slano, nahe Dubrovnik. Ich machte noch einen kleinen Spaziergang durch die Umgebung, während Boža direkt ins Bett ging.

An diesem Tag legten wir die ersten 850 Kilometer unserer Reise zurück.

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