Planung der Reise.

Informationen sammeln und die Reise planen.
4 Min. Lesezeit

Liste der Dinge, die ich mitnehme

Dafür nutze ich ganz einfach Google Keep. Damit kann ich alles auflisten, was ich mitnehmen muss, Unterlisten anlegen und beim Packen die Kästchen abhaken – so vergesse ich nichts.

Packliste

Gewicht und Verteilung des Gepäcks

Ich möchte die Kontrolle darüber behalten, was wo im Gepäck landet. Normalerweise habe ich ein Topcase, zwei Seitentaschen, eine Tanktasche und – falls ich auch campen gehe – zusätzlich einen Rollbeutel mit der Campingausrüstung. Danach wiege ich die Gepäckstücke und erstelle in Excel eine Tabelle mit der Gewichtsverteilung auf die einzelnen Gepäckstücke.

Ich versuche nicht nur, das Gewicht gleichmäßig zu verteilen, sondern schwere Gegenstände auch möglichst tief zu platzieren und zu berücksichtigen, was schnell erreichbar sein muss.

In Summe kam beim Nordkapp-Trip ein ziemlich hohes Gesamtgewicht zusammen – fast so viel wie ein Sozius.

Gewicht und Verteilung des Gepäcks

Reiseroute nach Tagen und Distanzen

Das ist ebenfalls ein wichtiger Teil der Planung. Ich versuche abzuschätzen, wie schnell oder langsam die Reise verlaufen könnte, plane genügend Pausen ein und berücksichtige Pufferzeit. Ich prüfe Mautsysteme der Länder, Fährpläne und -preise (falls nötig) sowie Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke. Dafür nutze ich Google Maps.

Die Einteilung in Tagesetappen ist immer ein Stück weit ein Ratespiel. Viele Faktoren können den Tagesplan verändern: Wetter, Staus, Baustellen usw. Ich mache das Beste daraus und plane bei Zeit- und Distanzberechnungen bewusst immer etwas extra ein.

Ich verwende dafür ein Word-Dokument, in dem ich die Tagesetappen plane und die jeweiligen Google-Maps-Abfragen für später speichere oder anpasse.

Reiseroute nach Tagen

Planung der Übernachtungen

Ich recherchiere die Ziele jeweils tageweise und versuche, Unterkünfte, Preise und Verfügbarkeit zu finden. Ich bevorzuge Unterkünfte mit organisiertem Parkplatz, damit das Motorrad nicht irgendwo öffentlich steht. Übrigens decke ich mein Motorrad über Nacht immer mit einer Abdeckplane ab – als Schutz vor Wetter und neugierigen Blicken.

Für diese Skandinavien-Reise habe ich die ersten Nächte in Deutschland und in Kopenhagen (Dänemark) vorab gebucht. Kopenhagen ist sehr teuer, und es war eine echte Herausforderung, einen halbwegs vernünftigen Preis zu finden. Am Ende habe ich ein privates Zimmer in einem Vorort gebucht. Außerdem habe ich Unterkünfte auf den Lofoten reserviert – im Sommer stark besucht und entsprechend (sehr, sehr) teuer.

An Orten, an denen ich viele Zimmer zu angemessenen Preisen sehe, buche ich oft erst einen Tag vorher oder sogar am selben Tag.

Budget

Ein Budgetplan ist ebenfalls ein sehr wichtiger Bestandteil der Vorbereitung. Ich plane lieber pessimistisch, damit ich die Kosten nicht unterschätze. Ich recherchiere Preise für Benzin, Unterkunft, Verpflegung, Maut, Fähren, Eintrittsgelder, mögliche Strafen usw. Diese Daten trage ich in eine Excel-Tabelle ein, breche sie nach Tagen und Ausgabenkategorien herunter und berechne dann Summen sowie den Gesamtbetrag.

Skandinavien gilt als relativ teuer, wobei Norwegen am teuersten ist. Ich plane, unterwegs private Zimmer oder Apartments zu buchen. Das Wetter könnte unfreundlich sein, daher möchte ich den Komfort eines normalen Bettes und einer Dusche genießen. Campingausrüstung nehme ich trotzdem mit, um in der Wildnis zu campen (in den nordischen Ländern erlaubt) oder auf Campingplätzen – teils um Geld zu sparen, teils um ein besonderes Erlebnis zu haben.

Budgetplanung

Vorbereitung des Motorrads auf die Reise

Mein Bike hat etwas über 32.000 km auf dem Tacho und war wieder für einen regulären Service fällig. Also habe ich es vor der Reise zum Händler gebracht. Die Reifen wurden vor rund 3.000 km ersetzt – vermutlich brauche ich auf dem Rückweg in Süd-Norwegen oder Norddeutschland ein neues Paar.

Ich habe einige Extras montiert, damit lange Etappen komfortabler werden. Ich habe Lenkererhöhungen, eine verstellbare Windschutzscheibe und aufblasbare Sitzkissen angebaut. Mit dieser Ausstattung kann ich stundenlang fahren – Tag für Tag.

Auch die Navigation ist wichtig. Ich nutze ein älteres GPS, Garmin Zumo 590 LM, mit Touratech-Halterung und Direktverkabelung zur Batterie. Ich aktualisiere die Karten jedes Jahr, aber manchmal verhält sich das Gerät trotzdem seltsam. Daher habe ich zusätzlich eine Handyhalterung am Lenker und nutze dort entweder Google Maps oder die Kurviger-App. Kurviger ist eine abonnementsbasierte Navigations-App, die ihren Job ziemlich gut macht. Das Setzen von Start- und Zielpunkten sowie Zwischenzielen könnte in Kurviger allerdings einfacher sein.

Beim Gepäck nutze ich ein Givi-Topcase mit 52 Litern – sehr praktisch. Seitlich habe ich Givi-Softbags, die ich ebenfalls sehr praktisch finde. Selbst wenn das Motorrad umkippt, werden sie nicht beschädigt. Zusätzlich verwende ich eine 5–9-Liter-SW‑Motech-Tanktasche, die am Tankring befestigt wird. Sie ist gerade groß genug für das Wesentliche, das man schnell griffbereit haben möchte. Wenn ich noch mehr Stauraum brauche, habe ich außerdem einen wasserdichten 60‑Liter-Rollbeutel von Held. Das ist z. B. für Campingausrüstung sehr praktisch.

Vorbereitung des Motorrads auf die Reise

Meine Motorradbekleidung

Ich fahre mit KTM PowerWear Adventure Hose und Jacke. Sie haben ein herausnehmbares Thermofutter. Kurzen Regen halten sie aus. Es ist nichts Weltbewegendes, aber es erfüllt seinen Zweck.

Ich nutze TCX-Adventure-Stiefel. Ich habe sie zwei Größen größer als meinen Fuß gekauft, und sie funktionieren bei Hitze wie bei Kälte gut. Sie haben eine Gore‑Tex-Membran und sind damit wasserdicht. Allerdings habe ich festgestellt, dass nach einer langen Regenfahrt etwas Feuchtigkeit eindringen kann.

Mein Helm ist ein Nolan N100-5 mit Intercom. Ich habe ihn gewählt, weil er meiner Kopfform besser zu passen scheint. Ich habe auch einen Schuberth C4, aber nach anderthalb Stunden wird er sehr unbequem und ich habe das Gefühl, dass er an den Seiten der Stirn drückt. Obwohl er insgesamt „besser“ wirkt als der Nolan, bevorzuge ich den Nolan, weil ich ihn bei Bedarf stundenlang tragen kann.

Außerdem nutze ich die Helite-Airbagweste, die mit einem Gurt am Motorrad befestigt ist und so ausgelöst werden kann. Ich bin fest davon überzeugt, dass eine solche Weste die Verletzungen am Oberkörper im Falle eines Sturzes deutlich reduzieren kann.

Ich verwende zwei Paar Handschuhe: Mugen Race Lederhandschuhe und BMW Gore‑Tex-Handschuhe für Regen. Beide machen ihren Job, die Mugen Race sind etwas steifer.

Die Regenkombi ist von Revit und funktioniert sehr gut.

Die Funktionsunterwäsche (Hose und Langarmshirt) ist von SIXS und aus Carbonfaser. Sie funktioniert bei heißem und kaltem Wetter gut.

Meine Motorradbekleidung

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