Tag 4: Besichtigung von Krakau

Besuch einiger Sehenswürdigkeiten von Krakau
6 Min. Lesezeit

Spaziergang zum Königsschloss Wawel

Von unserem Apartment bis zum Schloss Wawel gingen wir etwa 35 Minuten zu Fuß. Es gibt viele verschiedene Eintrittskombinationen, je nachdem, was man sehen möchte und wie viel Zeit zur Verfügung steht. Um alles zu besichtigen, benötigt man ungefähr sechs Stunden. Wir hatten etwa zwei Stunden Zeit und entschieden uns daher für Eintrittskarten für die erste und zweite Etage sowie für die Drachenhöhle.

Königsschloss Wawel
Schlossausstellung
Schlossausstellung

Das Schloss ist groß und besteht aus vielen Gebäuden sowie einem weitläufigen offenen Bereich dazwischen.

Innerer Schlosshof

Anschließend gingen wir unterirdisch in die Drachenhöhle. Dort wanderten wir durch unterirdische Gänge, begleitet von Drachengebrüll und Lichteffekten. Als wir wieder ins Freie kamen, sahen wir eine Drachenstatue, die alle paar Minuten Feuer speit.

Drache vor der Drachenhöhle

Spaziergang nach Kazimierz und zum Hauptbahnhof

Unser nächster Halt war Kazimierz, das jüdische Viertel und Ghetto während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg.

Kazimierz

Als wir den Fluss erreichten, machten wir einige Fotos und kehrten anschließend zum Hauptbahnhof zurück.

Die Brücke mit Statuen
Leben am Fluss
Platz nahe dem Hauptbahnhof mit einem Beachvolleyballfeld

Zugfahrt zum Salzbergwerk Wieliczka

Wir fuhren mit dem Zug zum Salzbergwerk. Die Fahrt dauert etwa 30 Minuten. Dort hatten wir noch etwas Zeit, um etwas zu essen, bevor wir an der Führung durch das Salzbergwerk Wieliczka teilnahmen.

Die Führung dauert etwa eineinhalb Stunden. Wir erhielten Kopfhörer, und ein Führer in einer speziellen Bergmannsuniform begleitete uns durch das Bergwerk.

Gang im Bergwerk

Das Bergwerk nahm in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts seinen Betrieb auf. Das Steinsalz liegt in mächtigen Schichten vor und stammt aus dem Meer, das sich vor etwa 13 Millionen Jahren an dieser Stelle befand. Salz war damals sehr wertvoll und brachte der gesamten Region Wohlstand. Dadurch konnten die Könige eine große Armee finanzieren.

Bis heute wurden mehr als 200 Kilometer Stollen gegraben, die sich bis zu 900 Meter unter die Erde erstrecken und auf mehrere Ebenen verteilt sind. Die Besichtigung führt durch die ersten beiden Ebenen, die bis zu 130 Meter unter die Erdoberfläche reichen.

Bergleute haben im Laufe der Geschichte zahlreiche interessante Skulpturen geschaffen, von denen einige wahre Kunstwerke sind. Bemerkenswert ist, dass diese Kunstwerke freiwillig nach Feierabend entstanden, nachdem die meist zwölfstündige Arbeitsschicht beendet war.

Kopernikus-Statue
Skulpturen aus Steinsalz

Die Rolle und das Schicksal der Pferde im Bergwerk

Pferde wurden zum Ziehen von Wagen und zum Antrieb von Förderanlagen eingesetzt. Der Transport der Pferde in das Bergwerk und wieder hinaus war eine logistische Herausforderung. Sobald ein Pferd in das Bergwerk gebracht wurde, blieb es dort, solange es arbeitsfähig war. Das Bergwerk verfügte sogar über eigene Pferdeställe.

Pferde halfen bei der Arbeit
Pferdestall im Bergwerk
Steinsalzblöcke, die an die Oberfläche gebracht werden mussten

Kunstwerke im Bergwerk

Die Bergleute schufen auch Zwergenfiguren.

Zwergenstatuen

Der beeindruckendste Teil des Bergwerks ist die in das Steinsalz gehauene Kirche. Ihr tiefster Punkt liegt 101 Meter unter der Erdoberfläche. Sie enthält zahlreiche außergewöhnliche Kunstwerke.

Die Kirche
Das letzte Abendmahl, in Steinsalz gemeißelt

Weitere interessante Bereiche und Fakten über das Bergwerk

Wir sahen zwei unterirdische Seen, die Wasser sammeln, das von der Oberfläche einsickert. Sie enthalten etwa 30 % Salz, weshalb ein menschlicher Körper darin schwimmen würde.

Der See

Heutzutage ist der Abbau von Steinsalz wirtschaftlich nicht mehr rentabel. Salz wird heute aus Sole gewonnen, die aus dem Bergwerk abgepumpt wird, um zu verhindern, dass es sich langfristig mit Wasser füllt.

Im Bergwerk arbeiten noch immer etwa 300 Menschen, doch der Großteil der Einnahmen stammt heute von Touristen. Durchschnittlich besuchen rund 6.000 Touristen täglich das Bergwerk.

Außerdem gibt es im Bergwerk einen Konzertsaal und ein Restaurant für festliche Anlässe.

Das Restaurant im Salzbergwerk

Spaziergang durch die Altstadt

Nachdem wir mit dem Zug vom Salzbergwerk zurückgekehrt waren, spazierten wir in die Altstadt. Auf dem Hauptplatz fand gerade ein Rockkonzert mit religiöser Thematik statt.

Das Tor zur Altstadt
Der Hauptplatz
Markt neben dem Hauptplatz

Es regnete ein wenig, daher blieben wir nicht mehr lange. Vor Einbruch der Dunkelheit kehrten wir in unser Apartment zurück.

Bildergalerie

Kurze Videoclips